Mit dem Serviceportalverbund Emscher-Lippe sind ab sofort Dienste und Leistungen bei insgesamt 13 Kommunalverwaltungen in der Emscher-Lippe-Region digital verfügbar. Das vom Land NRW geförderte und unter der Leitung der regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft WiN Emscher-Lippe sowie der GKD Recklinghausen durchgeführte Gemeinschaftsprojekt „Serviceportal Emscher-Lippe“ geht am 19. November 2020 live. Der Portalverbund schafft ein breit aufgestelltes Online-Service-Angebot Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen im nördlichen Ruhrgebiet und bildet die Grundlage zu Umsetzung des Online-Zugangs-Gesetz (OZG).

Im Rahmen dieses interkommunalen Digitalisierungsprojekts wurden bei den teilnehmenden Verwaltungen eigens neue Stellen geschaffen, die die Verwaltungsdigitalisierung in den Kommunen der Emscher-Lippe-Region vorantreiben. Die Hauptaufgabe dieser lokalen Koordinatoren, kurz „Lokis“, besteht in der Optimierung bestehender Verwaltungsprozesse und Gestaltung digitaler Serviceleistungen. Diese sollen den Bedürfnissen der Bürgerschaft an eine moderne Verwaltung gerecht werden, ohne dabei die verwaltungsrechtlichen Vorschriften und Regelungen zu vernachlässigen.

Die „Lokis“ beschäftigen sich vornehmlich damit, Arbeitsprozesse zu analysieren und interkommunal zu harmonisieren. Das daraus resultierende Change-Management geschieht in enger Abstimmung mit den Verwaltungsspitzen, den Organisationsabteilungen und unter Einbeziehung der beteiligten Belegschaft sowie der Interessenvertretungen der jeweiligen Gebietskörperschaft. Der systematische Austausch mit den anderen Kommunen bietet dabei die Möglichkeit, Lösungswege, die bereits woanders gedacht und umgesetzt wurden, kennenzulernen und das Beste daraus für sich selber zu nutzen. 

Im optimalen Fall können so ganze Serviceleistungen aus den Nachbarstädten adaptiert werden, was nicht nur Zeit und Geld spart, sondern darüber hinaus durch den Erfahrungsaustausch auch eine höhere Akzeptanz innerhalb der eigenen Verwaltung ermöglicht. Die „Lokis“ kümmern sich darum, dass die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter bei der Umgestaltung von Arbeitsprozessen eingebunden und mitgenommen werden.

Für die technische Umsetzung sind die drei kommunalen IT-Dienstleister krzn, gkd-el und die GKD Recklinghausen verantwortlich, die die digitalisierten Prozesse zusammen mit dem Portalanbieter, der Südwestfalen-IT entwickeln und in sicheren Umgebungen für die Verwaltungen betreiben. Darüber hinaus werden auch noch vom Land NRW entwickelte digitale Lösungen, wie beispielsweise das Gewerbeserviceportal.NRW oder das Bauportal.NRW im Rahmen des Projekts in das Serviceportal Emscher-Lippe integriert.

Das Projekt verfolgt das Ziel, Verwaltungsprozesse zu vereinfachen und zu digitalisieren, die Servicequalität zu verbessern und das Online-Zugangsgesetz umzusetzen, da alle Verwaltungen zur Bereitstellung elektronischer Verwaltungsdienstleistungen bis 2022 verpflichtet sind. Auch wenn dieses Ziel sehr ambitioniert ist, so wird das Serviceportal Emscher-Lippe dazu beitragen, auf dem Weg dorthin so weit wie möglich voran zu kommen. Die Synergieeffekte, die durch die enge Zusammenarbeit der Projektpartner entsteht, sind gerade im Hinblick auf den straffen Zeitplan enorm.

https://serviceportal.emscher-lippe.de

Das Projekt wird gefördert durch:

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